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ORFF meets BEATBOX - vom 2. bis 4. Oktober 2020

Die Bayerische Philharmonie feierte vom 2. bis 4. Oktober in der Konzerthalle Bamberg, im Carl-Orff-Saal des Gasteig München sowie im Festspielhaus Neuschwanstein Füssen »125 Jahre Carl Orff« und präsentierte mit den 11. Orff-Tagen der Bayerischen Philharmonie das Programm »ORFF meets BEATBOX«. Bereits seit 2010 veranstaltet die Bayerische Philharmonie unter der Gesamtleitung ihres Chefdirigenten und Intendanten Mark Mast die Orff-Tage mit immer neuen Crossover-Ideen und Uraufführungen.

Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände wurde das ursprüngliche Programm mit viel Umsicht zum Schutze aller umgeschrieben. Ohne Chor und mit weniger Musikern entstand so ein Feuerwerk an Ur- und Erstaufführungen, welches das Publikum von Beginn an in seinen Bann zog.

Die Freude endlich wieder auftreten zu dürfen war allen Musikern wahrlich ins Gesicht geschrieben. Das Percussion-Ensemble der Bayerischen Philharmonie eröffnete den Konzertabend fulminant und kraftvoll mit Carl Orffs »Ekstatischer Tanz« und dem »Tanz der Auferstehung« von Minoru Miki, beides bezeichnend für die Stimmung des ganzen Abends.

Es folgte das Klavierduo der Bayerischen Philharmonie mit den Pianisten Yudum Cetiner und Jo Barnikel, die eindrucksvoll das Arrangement (arr. Jo Barnikel) »Beat the Street« frei nach dem »Gassenhauer« von Carl Orff mit Bravour aufführten. Der anschließende Solo-Auftritt des amtierenden Europameisters im Human Beatbox Robeat faszinierte das Publikum von der ersten Sekunde an mit seiner Mundakrobatik.

Moderiert von Mark Mast wurden den Zuschauern immer wieder neu die Verbindungen zwischen Carl Orff und Beatbox veranschaulicht. Selbst dem 250. Geburtstag Beethovens wurde mit dem »Beethoven Medley« von Tobias Forster eindrucksvoll gedacht.

Die Krönung der diesjährigen Orff-Tage allerdings bildete die Uraufführung der von Jo Barnikel extra dafür komponierten »Sketches on Carmina – Hommage an Carl Orff zum 125. Geburtstag« in fünf Sätzen. Mit großem Schlagwerk, Klavieren und Beatbox erfasste den Saal ein rhythmischer Klangzauber voller Power und Emotionen unter dem Dirigat von Mark Mast.

Das Publikum honorierte diesen außergewöhnlilchen Abend mit langanhaltendem Applaus und Bravorufen. Die Bayerische Philharmonie dankt allen Sponsoren und Förderern ohne die diese Konzertreihe undenkbar gewesen wäre.